Hungerstreik beendet / Kundgebung morgen abgesagt

Montag, 16. Januar 2012 in Karawane

Der Hungerstreik der Jugendlichen in der Bayernkaserne ist heute beendet worden, nachdem die Behörden bei dem heutigen Treffen in gewissem Maße Zusagen gemacht haben.
Wir haben uns daher entschieden, unsere Kundgebung vor der Regierung von Oberbayern morgen abzusagen bzw. zu verschieben.
Wir möchten zunächst genauer klären, welche Zusagen gemacht wurden, was die Rolle der Regierung von Oberbayern ist  und inwiefern die Zussagen eingehalten werden.
An unseren Forderungen halten wir selbstverständlich fest, aber durch die Absage habe wir die Möglichkeit, die Situation genauer zu bewerten, mit den Jugendlichen zu sprechen und ggf. für eine neue Aktion größeren Vorlauf für die Mobilisierung zu haben, um ein starkes Signal für Flüchtlingsrechte zu setzen.
Die Jugendlichen der Bayernkaserne haben mehr als deutlich auf ihre desaströse Situation aufmerksam gemacht und haben mit Ihrem Hungerstreik viel erreicht! Sie haben esgeschafft, mit allen zuständigen Behörden selbst über ihre Lage sprechen zu können, und haben einige Zusagen bekommen. Auch wurde durch den Hungerstreik ein erhebliches Medienecho erreicht und die menschenunwürdige Situation von Flüchtlingen in den öffentlichen Fokus gerückt.

Bitte informiert auch Leute, die eventuell morgen kommen werden, dass die Veranstaltung morgen nicht stattfindet. Vielen Dank an alle, die morgen gekommen wären!

Karawane München

Kundgebung zur Unterstützung der Forderungen der Jugendlichen in der Bayernkaserne

Montag, 16. Januar 2012 in Karawane

Dienstag, 17.01. 8-10 uhr
Maximiliansstraße 39; vor dem Gebäude der Regierung von Oberbayern

Seit Samstag, 07. Januar,  befinden sich über 50 Jugendliche in der Münchner Gemeinschaftsunterkunft Bayernkaserne in der Heidemannstraße im Hungerstreik, um gegen die menschenunwürdige Unterbringung dort und für eine kindgerechte Behandlung zu demonstrieren. Etwa 20 Jugendliche wurden zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebracht, da sie teilweise auch nichts mehr getrunken hatten. Der Hungerstreik dauert mittlerweile seit über einer Woche an. Die Jugendlichen sehen die Fortsetzung des Hungerstreiks als einzige Möglichkeit um Verantwortliche und Öffentlichkeit auf die Missstände aufmerksam zu machen. Nähre Informationen unter http://bayern.jogspace.net/
Heute erwarten die Jugendlichen Besuch von Vertretern des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dem Kultusministerium, Amt für Wohnen und Migration, Jugendamt und Sozialbürgerhaus, die dann Stellung zu ihren Forderungen beziehen sollen.

Morgen, am 17.01., veranstaltet die Karawane München für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen eine Kundgebung vor der Regierung von Oberbayern in der Maximiliansstraße, um gegen die menschenunwürdige Unterbringung von Jugendlichen in der Bayernkaserne und allen Flüchtlingen in Lagern zu demonstrieren. Wir haben die Uhrzeit so früh gewählt, damit uns RegierungsvertreterInnen beim Betreten ihrer Arbeitsstelle auch wahrnehmen.

Kommt morgen früh mit uns in die Maximiliansstraße und zeigt der Regierung von Oberbayern, das wir uns konsequent für eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen einsetzen!
Bitte, falls vorhanden, passende Transparente und Megafon(e) mitbringen.

Karawane München

Mehr als 60 Jugendliche in der Bayernkaserne im Hungerstreik

Sonntag, 15. Januar 2012 in Karawane

Über 60 Jugendliche in der Münchner Gemeinschaftsunterkunft Bayernkaserne in der Heidemannstraße befinden sich im Hungerstreik, um gegen die menschenunwürdige Unterbringung dort und für eine kindgerechte Behandlung zu demonstrieren. „Viele Leute in der Bayernkaserne bekommen psychische Probleme. (siehe dazu einen Artikel hier vom 29.Mai 2011) Sie bekommen dann nur eine Tablette, aber die unerträgliche Situation wird nicht geändert. Deswegen sind wir in den Hungerstreik getreten.“ Die Jugendlichen haben eine Liste mit ihren dringendsten Problemen erarbeitet und sich damit zunächst an ihre Betreuer gewandt. Diese konnten ihnen jedoch nicht helfen und verwiesen an die verantwortlichen Stellen bei Regierung und Jugendamt. Die Jugendlichen fordern deshalb: „Wir möchten, dass die Verantwortlichen zu uns kommen und sich selbst ein Bild von unserer Situation machen. Wir wollen selbst mit ihnen über unsere Probleme sprechen!“
Am 10.01.2012 kamen Vertreter der Regierung von Oberbayern, des Jugendamtes, der Vormünder, das Betreuungspersonal der Inneren Mission in die Bayernkaserne, um mit den streikenden Jugendlichen zu sprechen. Die Verhandlungen blieben erfolglos, die Forderungen der Jugendlichen können und wollen nicht im Ansatz erfüllt werden. Am Abend schlossen sich bereits 30 weitere Jugendlichen dem Hungerstreik an. „Wir werden weiter streiken, bis sie unsere Forderungen ernst nehmen und handeln!“

Spätestens jetzt muss klar sein, dass dringender Handlungsbedarf besteht.
Die Karawane München für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, Jugendliche ohne Grenzen Bayern, der Münchner Flüchtlingsrat, Nako! Stop Deportation to Afghanistan und der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. solidarisieren sich mit den Jugendlichen in der Bayernkaserne und unterstützen deren Forderungen.
In der Bayernkaserne, einer ehemaligen Bundeswehrkaserne im Münchner Euro-Industriepark, kann eine kindgerechte Behandlung der minderjährigen Flüchtlinge in keinster Weise gewährleistet werden. Die Jugendlichen leben unter unerträglichen hygienischen Bedingungen, bekommen Essenspakete mit teilweise abgelaufenem Essen und müssen sich zu viert ein Zimmer teilen.
Der Transfer in eine Jugendhilfeeinrichtung innerhalb Münchens, der eigentlich innerhalb von drei Monaten vollzogen werden müsste, dauert oftmals bis zu einem Jahr. Die Jugendlichen bekommen auch keine deutlichen Antworten, was mit ihnen passiert und wann ihr Transfer in die Jugendhilfe vollzogen wird. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, da das Jugendamt verpflichtet ist, bei Jugendhilfebedarf, einen Platz in der Jugendhilfe in München bereitzustellen.

Die Jugendlichen, die meist eine lange und traumatische Flucht hinter sich haben, finden in der Freundschaft untereinander den einzigen Halt, der ihnen keinesfalls durch eine Umverteilung in ganz Bayern genommen werden darf. Den Jugendlichen muss eine klare Perspektive geboten werden, statt sie in dem Lager in der Bayernkaserne dahinsiechen zu lassen.
Weiterhin problematisieren die Jugendlichen das unzureichende Platzangebot für Deutschkurse, sowie den mangelnden Zugang zu Bildungsangeboten. Sie kämpfen für ihr Recht auf Bildung, konkret ein altersgemäßes und übergangsloses Angebot von Deutschkursen und den Besuch von normalen Schulen. Hinzu kommen viele weitere Probleme, wie zu wenig Betreuer und Vormünder, die schlechten Lebensbedingungen in der Bayernkaserne und natürlich auch der unsichere Aufenthaltstatus. Vor allem fordern die Jugendlichen einen respektvollen Umgang der Behörden mit ihnen.

Veranstaltungsreihe “Recht zu gehen, Recht zu bleiben”*

Mittwoch, 2. November 2011 in Veranstaltung

15. November 2011, Eine-Welt-Haus München: Autorenlesung mit Fabien Didier Yené
22. November 2011, Ligsalzstraße 8 München: Vortrag malischer AktivistInnen mit anschließender Diskussion

Im Zuge der Auslagerung des EU-Grenzregimes rückten die afrikanischen Staaten immer mehr in den Fokus europäischer Strategien der Migrationsabwehr. Gleichzeitig schieben die Staaten Europas permanent AfrikanerInnen ab und kollaborieren mit korrupten und autokratischen Machteliten afrikanischer Staaten.
Die Karawane München, der AK Panafrikanismus München und das Netzwerk Afrique-Europe-Interact(AEI) — ein transnationales Bündnis aus migrationspolitischen AktivistInnen aus Westafrika und Europa — veranstalten im November 2011 zwei Themenabende zu Migration und sozialen Kämpfen in Westafrika, die sich auch gegen den Ausbau des europäischen Grenzregimes richten.
Am 15. November findet im Eine-Welt-Haus München (Schwanthalerstr. 80) eine Autorenlesung mit Fabien Didier Yené statt. Der kamerunische Autor beschreibt in seinem autobiographischen Buch “Bis an die Grenzen” die Geschichte seiner Migration. Das Buch führt die Brutalität des Grenzregimes und die dadurch bedingte Entmenschlichung sozialer Beziehungen vor Augen, aber auch die unglaublichen Anstrengungen der MigrantInnen, dieses Grenzregime trotz aller tödlichen Gefahren zu überwinden.
Am 22. November 2011 werden mehrere malische AktivistInnen in der Ligsalz 8 über soziale und politsche Kämpfe sowie die Selbstorganisierung von Abgeschobenen in Mali berichten. Die ReferentInnen gehören zum afrikanischen Flügel von Afrique-Europe-Interact.
Flyer zur Veranstaltungsreihe

Spontandemonstration gegen Abschiebungen am Münchner Flughafen

Sonntag, 9. Oktober 2011 in Karawane

Am 03. Oktober demonstrierten mehrere AktivistInnen der Karawane München am Münchener Flughafen gegen Abschiebungen und das schmutzige Geschäft der Abschiebeairlines mit dem Schicksal von Flüchtlingen. Jedes Jahr werden mehr als 2000 Menschen vom Münchener Flughafen aus abgeschoben und in die unzumutbare Situation, vor der sie in Deutschland Schutz suchten, zurückgeschickt. Airlines, die Abschiebungen durchführen, werden zu Mittätern dieser Menschenrechtsverletzung. Nachdem das Bundesverfassungsgericht Demon-strationsverbote an Flughäfen für unzulässig erklärt hat und bereits am 06. August eine erfolgreiche Demonstration gegen Abschiebungen am Münchener Flughafen durchgeführt wurde, demonstrierten wir am 03. Oktober als Reaktion auf die Abschiebung zweier iranischer Flüchtlinge von Frankfurt aus sowie generell auf die ständig stattfindenden Abschiebungen aus Deutschland. Am Terminal 2 wurden Flugblätter verteilt und die Fluggäste mit Schildern und Transparenten auf das tägliche Unrecht der Ausgrenzung und Abschiebungen aufmerksam gemacht. Gezielt richtete sich der Protest auch gegen die am Terminal 2 ansässige Lufthansa, die sich an dem schmutzigen Geschäft mit Abschiebungen rege beteiligt.
Der Flughafen ist ein Tatort permanenter Menschenrechtsverletzungen. Wir werden unseren Protest weiterhin konsequent dorthin tragen und den Staat und die Abschiebeairlines für ihre unmenschliche Praxis anprangern.
Bilder: Den ganzen Beitrag lesen »

Minderheiten aus Bulgarien demonstrieren gegen Pogrome

Mittwoch, 5. Oktober 2011 in Karawane

Samstag, 8.Oktober 2010
Goethestraße (Ecke Landwehrstraße) zum Sendlinger-Tor-Platz

Wir dokumentieren die Presseerklärung der Initiative Zivilcourage zur Demo

Pressemitteilung der Initiative Zivilcourage, 02.10.2011
Angehörige bulgarischer Minderheiten protestieren in München gegen Pogrome in Bulgarien
Sie haben große Angst um ihre Familien und rufen auf zu Solidarität

Am Samstag, den 8.10.11 um 15.30 Uhr werden bulgarische Münchener_innen und Unterstützer_innen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung, von der Goethestraße (Ecke Landwehrstraße) zum Sendlinger-Tor-Platz, veranstalten, um auf die gegen Minderheiten gerichteten Pogrome in Bulgarien aufmerksam zu machen.
Abi K., Angehöriger der türkischen Minderheit Bulgariens, ist am Freitag, den 29.09. aus Pasardschik in Bulgarien nach München gekommen. Er berichtet noch am selben Tag: „Seit vier Tagen traut sich im türkischen Viertel unserer Stadt keiner mehr aus dem Haus. Wir haben Angst, können nicht mehr schlafen, nicht mehr in die Arbeit oder zum Einkaufen gehen und die Kinder nicht mehr in die Schule. Unser Viertel wird von organisierten Schlägertrupps, die meist vermummt
auf Motorrädern anrücken, angegriffen. Den ganzen Beitrag lesen »

Rage Against Abschiebung X

Freitag, 23. September 2011 in Veranstaltung

Letztes Konzert der MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER in München!

Dieses Jahr findet am 2. Oktober zum zehnten Mal das Soli-Festival Rage Against Abschiebung zugunsten des Bayerischen Flüchtlingsrats statt, mit folgendem Programm:

MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER [Electropunk | Berlin] – KING FEHLER aka KNARF RELLÖM X + POLLYESTER [Techno, Dub, Kraut | Hamburg, München] – AUSTROFRED [Pop | Wien] – SAROOS [Electronica | Berlin/München] – 3 SHADES [Indiebluespop | München] – IRA ATARI [Electronica | Frankfurt] – RÄUBERHÖHLE [Trashpop | Berlin] – PARASYTE WOMAN [Indie | München] – SUPERSHIRT [Electropunk | Berlin] – HIGH VOLTAGE HUMANS [Electropop | München] – DEPT. OF VOLXVERGNUEGEN [Technokollektiv | München] – LESTER JONES [Techno | München] – TEND [Techno | München] – LOCAL SUICIDE DJ TEAM [Dance | Berlin/München]

Feierwerk (Hansa 39, Kranhalle, Kranhalle Café), Hansastr. 39-41 (U4/5 Heimeranplatz / Bus 31 Hansapark)
Einlass: 19.00 Uhr/ Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: VVK 15,00 €/ AK 18,00 €

Mehr Informationen unter: Rage Against Abschiebung

TATORT FLUGHAFEN

Samstag, 30. Juli 2011 in Abschiebung, Demonstration

Gegen Abschiebungen — Für globale Bewegungsfreiheit
Aufruf zur Demonstration im Münchener Flughafen
Am Samstag, 6. August um 14 Uhr im MAC-Forum im Flughafen(zwischen Terminal 1 und 2)

Millionen Urlaubsreisenden gilt das “Tor zur Welt” als Sprungbrett ins erholsame Vergnügen, Geschäftsleuten nutzen das Luftverkehrskreuz wie selbstverständlich zum zunehmend globalen Marketing. Gleichzeitig ist der Flughafen für die Grenzpolizei eine EU-Außengrenze, gleichermaßen Kontrollposten und Abschiebeplattform. Dementsprechend erleben Tausende von MigrantInnen und Flüchtlinge schon bei ihrer Ankunft den Flughafen München als Nadelöhr für rassistische Kontrollen und Internierung oder später als Endstation vor der Abschiebung.

Im täglichen Unrecht der Ausgrenzungen und Abschiebungen am Flughafen spiegelt sich ein modernes Apartheidsystem wieder, das in erster Linie Menschen aus dem “globalen Süden” ihr Recht auf Bewegungsfreiheit verwehrt. Kapitalismus im 21. Jahrhundert ist ohne globales Lohn- und Ausbeutungsgefälle nicht denkbar. Es wird konstruiert mittels Ungleichheit, Hierarchisierung, Zonierung, sowohl entlang innerer und noch mehr entlang äußerer Grenzen. Ob im Mittelmeer mit Frontex-Schiffen gegen Boatpeople oder an Flughäfen mit Abschiebungen von Sans Papiers: das häufig tödliche und immer gewaltförmige EU-Grenzregime dient der Aufrechterhaltung einer ungerechten Weltordnung.

895 Menschen wurden laut offizieller Statistik 2010 vom Münchener Flughafen abgeschoben, dazu kommen noch ca. 1 700 sogenannte “Zurückschiebungen” und direkte “Zurückweisungen”. Damit ist der Münchener Flughafen nach den Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf einer der wichtigsten deutschen Abschiebeflughäfen!

Der Flughafen ist Tatort permanenter Menschenrechtsverletzungen! — Abschiebungen stoppen!

Das bedeutet, dass jedes Jahr mehr als 2000 Menschen vom Flughafen München aus abgeschoben werden – jede einzelne Abschiebung ist zu viel! Abschiebung bedeutet, dass ein Mensch gewaltsam von FreundInnen und Familie, von ihrem/seinem Leben hier in Deutschland, getrennt wird. Abschiebung bedeutet, dass die Träume einer Person, die nach einem besseren Leben, nach einer besseren Zukunft, nach Lebensunterhalt für sich und für zu Hause gebliebene Angehörige gesucht hat, brutal zerstört werden. Und Abschiebung bedeutet auch, dass jemand, die/der Sicherheit und Schutz gesucht hat, nachdem sie/er vor Verfolgung und Unterdrückung, vor Krieg und Armut, vor Folter und Vergewaltigung, geflohen ist, in die schreckliche Situation zurückgeschickt wird, aus der sie/er zuvor entkommen ist.

Einziges Verbrechen von MigrantInnen und Flüchtlingen: Sie haben den falschen Pass.

Demonstrationsverboten an Flughäfen hat das Bundesverfassungsgericht kürzlich endgültig den Riegel vorgeschoben.
Denn das Verbot, Flugblätter zu verteilen, so das Urteil, kann nicht mehr auf den “Wunsch gestützt werden, eine Wohlfühlatmosphäre in einer reinen Welt des Konsums zu schaffen, die von politischen Diskussionen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei bleibt. Ein vom Elend der Welt unbeschwertes Gemüt des Bürgers ist kein Belang, zu dessen Schutz der Staat Grundrechtspositionen einschränken darf.”

Nach einer großartigen Demonstration im Frankfurter Flughafen im Juni diesen Jahres, wollen wir den Protest nun auch in den Münchener Flughafen hineintragen!

Kommt zur Demo am Samstag, den 6. August, und zeigt den deutschen Behörden und involvierten Fluggesellschaften euren Protest gegen das schmutzige Geschäft mit Abschiebungen!

Choucha: Flüchtlinge aus Libyen sterben in Auffanglager

Montag, 4. Juli 2011 in Festung Europa

Eine Delegation von Afrique-Europe-Interact (AEI), einem Bündnis von Flüchtlingsselbstorganisationen und antirassistischen Gruppen aus (West-)Afrika und Europa (u.a. auch Karawane München), besuchte dieses Frühjahr Tunesien. Viele der Bürgerkriegsflüchtlinge aus Libyen harr(t)en hier aus, u.a. 20.000 Menschen in dem Camp Choucha kurz hinter der Grenze. Als es zu einem Feuer im Camp mit vier Toten kommt (Ursache ungeklärt), blockieren die Flüchtlinge aus Protest eine wichtige Fernstraße. Sie werden von gewaltbereiten Jugendlichen aus der lokalen Bevölkerung angegriffen, es kommt zu einer Straßenschlacht. Das tunesische Militär greift ein, schießt mit scharfer Munition auf die Flüchtlinge, plündert sie aus und brennt das Auffanglager nieder. Die genaue Zahl der Toten bleibt unbekannt.
Auch die EU und speziell Deutschland tragen eine große Mitschuld am Tod dieser Menschen, da sie sich trotz ihres Reichtums und enormer Untersttützungskapazitäten weiterhin vor Flüchtlingen abschotten. Einen Clip zu diesen schrecklichen Ereignissen findet ihr hier.

Erste Eindrücke von den zentralen ABOLISH!-Aktionstagen

Samstag, 18. Juni 2011 in Karawane Unterwegs

Vor einer Woche gab es nach den dezentralen Aktionstagen der Kampagne ABOLISH!-Diskriminierende Gesetze gegen Flüchtlinge abschaffen! einen weiteren Höhepunkt im Kampf gegen Asylbewerberleistungsgesetz und Residenzpflicht: Aktionstage in Berlin. Es fanden unter anderem eine Flüchtlingskonferenz und eine große Demonstration statt. Das Netzwerk Deutschland Lagerland, ein Zusammenschluss von Flüchtlingen und UnterstützerInnengruppen aus verschiedenen Orten Bayerns, war mit 65 Menschen vor Ort. Ein detaillierter Bericht von ihnen wird bald folgen, fürs erste könnt ihr aber die Fotos des Umbruch-Bildarchivs anschauen. Oder die Berichterstattung auf der Kampagnenseite von ABOLISH! lesen (mit Links zu Presseartikeln).