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	<title>Kommentare zu: An Encounter with the &#8220;Hausmeister&#8221;</title>
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	<description>Für die Rechte der Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten!</description>
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		<title>Von: Schlüsselgewalt &#124; bikepunk 089</title>
		<link>http://carava.net/2007/04/11/an-encounter-with-the-hausmeister/comment-page-1/#comment-164</link>
		<dc:creator>Schlüsselgewalt &#124; bikepunk 089</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2007 12:14:47 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ein Bekannter von mir war vor einiger Zeit in einem Münchner Flüchtlingslager, um dort einen Flüchtling zu interviewen. Der Interviewpartner hat meinen Kumpan versetzt, der suchte das Lager von oben bis unten ab. Als er mal wieder klopfend vor der Zimmertür seines Interviewpartners stand, wurde er von einer Fotografiestudentin angesprochen. Sie bot ihm an, das Zimmer aufzusperren, damit er gucken kann ob sein Interviewpartner da ist - sie machte zu diesem Zeitpunkt gerade irgendein Praktikum oder so in dem Lager, und hatte u.a. einen Generalschlüssel zu den meisten Zimmern. Auf die Idee, dass es ungefähr gegen alle Grundregeln des Anstands, und jeden Respekt vor jemandes Privatsphäre verstösst mal eben so sein Zimmer aufzusperren kam die Nuss nicht. Das ist ein extremeres Beispiel, von Medienschaffenden mit ähnlichen Einstellungen höre ich aber öfter. Meine These, wie so eine spezifische Rücksichtslosigkeit und Verblödung zustande kommt - in deutschen Flüchtlingslagern sollen Flüchtlinge den Behörden weitgehend ausgeliefert sein. Wer da von aussen rein kommt und die Funktion des Lagersystems, und die eigene Rolle darin, nicht reflektiert, hält dieses ausgeliefert sein dann für ok oder wenigstens normal. Wenn die meiste Kommunikation mit dem Lagerpersonal stattfindet, wird vielleicht auch deren Perspektive übernommen. Und wer rassistisch ist, und sich sonst zurückhält verliert in der Situation in einem Flüchtlingslager vielleicht ein paar Hemmungen. Schlimmer als marodierende Fotograf_innen sind aber wahrscheinlich die Hausmeister. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ein Bekannter von mir war vor einiger Zeit in einem Münchner Flüchtlingslager, um dort einen Flüchtling zu interviewen. Der Interviewpartner hat meinen Kumpan versetzt, der suchte das Lager von oben bis unten ab. Als er mal wieder klopfend vor der Zimmertür seines Interviewpartners stand, wurde er von einer Fotografiestudentin angesprochen. Sie bot ihm an, das Zimmer aufzusperren, damit er gucken kann ob sein Interviewpartner da ist &#8211; sie machte zu diesem Zeitpunkt gerade irgendein Praktikum oder so in dem Lager, und hatte u.a. einen Generalschlüssel zu den meisten Zimmern. Auf die Idee, dass es ungefähr gegen alle Grundregeln des Anstands, und jeden Respekt vor jemandes Privatsphäre verstösst mal eben so sein Zimmer aufzusperren kam die Nuss nicht. Das ist ein extremeres Beispiel, von Medienschaffenden mit ähnlichen Einstellungen höre ich aber öfter. Meine These, wie so eine spezifische Rücksichtslosigkeit und Verblödung zustande kommt &#8211; in deutschen Flüchtlingslagern sollen Flüchtlinge den Behörden weitgehend ausgeliefert sein. Wer da von aussen rein kommt und die Funktion des Lagersystems, und die eigene Rolle darin, nicht reflektiert, hält dieses ausgeliefert sein dann für ok oder wenigstens normal. Wenn die meiste Kommunikation mit dem Lagerpersonal stattfindet, wird vielleicht auch deren Perspektive übernommen. Und wer rassistisch ist, und sich sonst zurückhält verliert in der Situation in einem Flüchtlingslager vielleicht ein paar Hemmungen. Schlimmer als marodierende Fotograf_innen sind aber wahrscheinlich die Hausmeister. [...]</p>
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