Essenspakete-Boykott kostet Geld!
Wachsender Flüchtlingsstreik in bayerischen Lagern – Spenden dringend
benötigt
Seit Januar 2010 streiken Flüchtlinge in bayerischen Lagern gegen ihre
unerträgliche Lebenssituation. Immer mehr LagerbewohnerInnen haben sich
bis
heute dem Streik angeschlossen. Die zentralen Forderungen der streikenden
Flüchtlinge:
Bargeld statt Essenspaketen
Das Recht, zu arbeiten
Bewegungsfreiheit statt Landkreisbeschränkung durch „Residenzpflicht“
Abschaffung der Zwangsunterbringung in Lagern
Respekt der Verantwortlichen in Ausländerbehörden, Landratsämtern und
Innenministerium gegenüber Flüchtlingen
Begonnen hatte der Flüchtlingskampf am 26. Januar mit einem Hungerstreik
in den niederbayerischen Lagern Hauzenberg und Breitenberg. Der
Hungerstreik wurde nach fast drei Wochen beendet, gleichzeitig fahren die
Flüchtlinge fort, die Annahme der Essenspakete zu boykottieren. Der
Protest
wächst: Am Essenspaketeboykott beteiligen sich inzwischen über 100
Menschen
in 10 Lagern in den Regionen Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben; die
streikenden Flüchtlinge rufen auch die BewohnerInnen anderer Lager dazu
auf, sich dem Kampf anzuschließen. Damit wollen sie den Druck auf die
Landesregierung ausüben und bei der für Anfang März geplanten Debatte über
die Flüchtlingspolitik im bayerischen Landtag positive Ergebnisse
erkämpfen.
Die Gruppen, die den Flüchtlingsstreik unterstützen, die „Karawane für die
Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen“, das „Passauer Bündnis für
Flüchtlingsrechte“, die „Bürgerinitiative Asyl Regensburg“ und der
Bayerische Flüchtlingsrat, halten zur Zeit eine Notversorgung der
Flüchtlinge aufrecht. Für die Dauer des Essenspaketeboykotts stellen sie
Geldspenden bereit, damit die Streikenden sich Lebensmittel kaufen können.
Das Budget ist jedoch sehr knapp und reicht nur für kurze Zeit, um die
Flüchtlinge mit genügend Nahrung versorgen zu können. Je mehr Flüchtlinge
sich am Essenspaketeboykott beteiligen, desto schwieriger wird es, die
Notversorgung aufrechtzuhalten!
Die streikenden Flüchtlinge in den bayerischen Lagern sind also DRINGEND
auf Spenden angewiesen, damit sie ihren Streik weiter durchhalten können.
Es wäre toll, wenn der eine oder die andere von Euch ein wenig Geld für
sie
abtreten könnte.
Spenden für den allgemeinen Essenspaketeboykottfonds der Karawane München
können an folgende Kontoverbindung gemacht werden. Das Geld geht zu 100%
in
die Essenspaketeboykotts, die Spende kann von der Steuer abgesetzt werden
(bis 200 EUR reicht der Überweisungsbeleg, darüber bitte Adresse angeben).
Bayerischer Flüchtlingsrat
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 700 205 00
Konto Nr: 88 32 602
Verwendungszweck: Karawane/Essenspaketeboykott
Wer den Essenspaketeboykott in Hauzenberg, Breitenberg und Passau direkt
unterstützen will, kann auch an das „Passauer Bündnis für
Flüchtlingsrechte“ spenden:
ZAKK e.V.
Sparkasse Passau
BLZ: 740 500 00
Konto Nr: 240 298 596
Verwendungszweck: Flüchtlingsunterstützung
Am 28. März 2010 um 23:18 Uhr
[...] Übrigens: Der Flüchtlingsstreik ist dringend angewiesen auf finanzielle Unterstützung – siehe Spendenaufruf [...]
Am 29. März 2010 um 15:05 Uhr
[...] Es gibt einen kleinen Vortrag zum Flüchtlingsstreik mit Bildern und Filmclips aus den Lagern. Außerdem leckeres Essen von den MeisterköchInnen der Karawane und Musik aus der Dose. Wir freuen uns auf euch. Übrigens: Der Flüchtlingsstreik ist dringend angewiesen auf finanzielle Unterstützung – siehe Spendenaufruf [...]