Choucha: Flüchtlinge aus Libyen sterben in Auffanglager
Eine Delegation von Afrique-Europe-Interact (AEI), einem Bündnis von Flüchtlingsselbstorganisationen und antirassistischen Gruppen aus (West-)Afrika und Europa (u.a. auch Karawane München), besuchte dieses Frühjahr Tunesien. Viele der Bürgerkriegsflüchtlinge aus Libyen harr(t)en hier aus, u.a. 20.000 Menschen in dem Camp Choucha kurz hinter der Grenze. Als es zu einem Feuer im Camp mit vier Toten kommt (Ursache ungeklärt), blockieren die Flüchtlinge aus Protest eine wichtige Fernstraße. Sie werden von gewaltbereiten Jugendlichen aus der lokalen Bevölkerung angegriffen, es kommt zu einer Straßenschlacht. Das tunesische Militär greift ein, schießt mit scharfer Munition auf die Flüchtlinge, plündert sie aus und brennt das Auffanglager nieder. Die genaue Zahl der Toten bleibt unbekannt.
Auch die EU und speziell Deutschland tragen eine große Mitschuld am Tod dieser Menschen, da sie sich trotz ihres Reichtums und enormer Untersttützungskapazitäten weiterhin vor Flüchtlingen abschotten. Einen Clip zu diesen schrecklichen Ereignissen findet ihr hier.