Wir sind hier weil wir eure Grenzen zerstören

Karawaneaktivist wegen Aktion gegen Abschiebungen in den Irak angeklagt

clandestino Dienstag, 25. März 2008 in Abschiebeanhörung, Juristisches

Prozesstermin:

Donnerstag, 27. März, 13 Uhr

Amtsgericht München, Nymphenburger Straße 16, Sitzungssaal A 127/I

Am Donnerstag, 27. März, findet um 13 Uhr am Amtsgericht München ein Prozess gegen H. Eberl, Aktivist der “Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen”, statt. Anlass ist eine Protestaktion gegen eine Abschiebeanhörung irakischer Flüchtlinge, die am 21. April 2007 in einem Münchner Flüchtlingslager stattfand.

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Gemeinsamer Aufruf für eine Transnationale Aktionskette zu Migration

mr. zores Montag, 3. März 2008 in Demonstration, Festung Europa
gemeinsames Fronttransparent

… Amsterdam, Sevilla, Turin, Bamako, London, Athen, Warschau,
Hamburg, Malmö, Ceuta, …

Gemeinsamer Aufruf für eine Transnationale Aktionskette zu Migration
“Im Herzen der Bestie” — Kampf dem Grenzregime! Transnationalisierung Jetzt!

Zwischen Februar und Oktober 2008 werden eine Reihe von
Veranstaltungen, Protesten und Aktionen in zahlreichen Städten quer
durch Europa und darüberhinaus stattfinden:

  • gegen das Grenzregime
  • gegen Abschiebehaft und Abschiebungen
  • gegen die Ausbeutung migrantischer Arbeit
  • für die Legalisierung aller MigrantInnen.

Diese transnationale Serie von Protesten schließt an die Aktionstage
für globale Bewegungsfreiheit und Bleiberecht in den vergangenen
Jahren an. Aber mit der Kette wollen wir noch einen Schritt weiter.
Denn wir sind davon überzeugt, dass migrantische Kämpfe gegen das
“Monster der Migrationskontrolle” ihren transnationalen Ausdruck über
einen einmaligen jährlichen Aktionstag hinaus finden müssen. Wir
glauben, dass der transnationale Raum als Kampffeld der Migration
verstanden werden muss, heute und jeden Tag.

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Ilse fehlt

Lumumba Montag, 11. Februar 2008 in CaravaLOG

IlseSicherheitskonferenz in München – und ich merke, wie ich auf der großen Kundgebung am Marienplatz durch die Reihen der Demonstranten gehe, in die Gesichter schaue und nach Ilse suche. Es schmerzt, als ich mir bewusst werde, dass ich nach ihr spähe. Sie fehlt. Die Lücke, die sie hinterlassen hatten, ist deutlich spürbar. Als sie im November überraschend starb, war ich – wie wir alle – geschockt. Aber wie sehr sie fehlt, wird mir erst nach und nach klar. Ilse war eine unermüdliche Kämpferin, immer im Hintergrund, immer da, kontinuierlich und total verlässlich.

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Soli-Party für und mit der Karawane

mr. zores Samstag, 2. Februar 2008 in Veranstaltung

Die SDAJ organisiert ein Solidaritätskonzert für die Karawane München: Am 7. Februar 2008, ab 19.00 Uhr im Feierwerk.

Vorderseite Flyer Rückseite Flyer

Abgeordnetenbriefe, Antwort Dr. Axel Berg, SPD

Lumumba Freitag, 1. Februar 2008 in Bleiberecht

Die Bleiberechtsdebatte ist nach wie vor aktuell. Die Karawane München ist schon eine Weile an diesem Thema dran und hat Anfang 2007 bei allen Bundestagsabgeordneten aus München angefragt, wie ihre Position zum Bleiberecht aussieht. Die Antworten (und Fragen jeweils darunter) wurden nach und nach hier auf der Website veröffentlicht, die meisten sind parallel auch auf www.abgeordnetenwatch.de zu finden. So kann sich jeder ein Bild machen, wo die einzelnen Parlamentarier bezüglich des Aufenthaltsrechts grundsätzlich stehen – und bei Interesse selbst weiter nachfragen. Hier die nach fast einem Jahr eingetroffene Antwort von Dr. Axel Berg, SPD. Den ganzen Beitrag lesen »

Outside of EUrope

mr. zores Donnerstag, 17. Januar 2008 in Festung Europa

Schlechte Nachrichten

navayo Dienstag, 15. Januar 2008 in Karawane

Schlechte Nachrichten, Dickson hat sich wohl nicht widersetzt und die Abschiebung ist daher durchgeführt worden, es könnte höchstens seien dass er in Mailand noch Rabatz macht, ist aber unwahrscheinlich.

Morgen: Abschiebung verhindern!

navayo Montag, 14. Januar 2008 in Karawane

Richard Dickson soll am Dienstag den 15. 01. 08 vom Münchnen aus mit einer Linienmaschine von Alitalia zunächst nach Mailand und von dort aus dann nach Nigeria abgeschoben werden.

Ruft bei Alitalia an und fordert, dass Dickson nicht transportiert wird, da er nicht freiwillig fliegt!

Erwähnt dabei, dass er bereits angekündigt hat sich zu wehren und dass dadurch seine eigene, sowie die Sicherheit des gesamten Fluges gefährdet werden kann. Da letztendlich der Pilot die volle Verantwortung für die Sicherheit an Bord trägt, sollte es im Interesse der Fluggesellschaft liegen, solch ein Risiko zu vermeiden. Außerdem wäre Alitalia
höchstwahrscheinlich auch für den Rücktransport nach Deutschland zuständig, wenn der Weiterflug von Mailand aus am Widerstand des Betroffenen scheitert.

Telefonnummern von Alitalia:

RESERVIERUNG DEUTSCHLAND
Tel.: 01805 - 07 47 47
Mo-Fr: 08.00 - 19.00 Uhr

DIREKTION / VERWALTUNG
FÜR DEUTSCHLAND, SCHWEIZ & ÖSTERREICH
Tel.: 069-69505202

Die Faxnummer der Direktion und Verwaltung in Frankfurt ist: 069-69505132

Download: Faxvorlage (pdf)

Faxkampagne: Gerechtigkeit für Mouctar Bah!

clandestino Sonntag, 13. Januar 2008 in Karawane, Polizeibrutalität

Eine Kampagne gegen der Versuch der Stadt Dessau, die Existenz eines afrikanischen Aktivisten zu zerstören, weil er protestierte, als sein Freund Oury Jalloh in einer Polizeizelle verbrannte.

Schickt Protest-Faxe an die zuständige Behörde der Stadt Dessau!

Den Aufruf und die Faxvorlage für die Kampagne findet ihr unter:

http://thecaravan.org/files/caravan/mouctar_bah.pdf

Zum Hintergrund:

Am Morgen des 7. Januar 2005 wird der sierra-leonische Asylbewerber Oury Jalloh von der Dessauer Polizei aufgegriffen und in Gewahrsam genommen. Dabei wird Oury Jalloh geschlagen und an Händen und Füßen mit Ketten auf dem Boden einer Zelle gefesselt. Aus ungeklärter Ursache bricht vier Stunden später in seiner vollständig gefliesten Zelle ein Feuer aus. Die diensthabenden Polizisten stellen drei Mal den Feueralarm ab, statt Jalloh zur Hilfe zu kommen. Er verbrennt qualvoll.

Seitdem fordern Freunde des westafrikanischen Flüchtlings und antirassistische Initiativen in ganz Deutschland “Aufklärung, Entschädigung, Gerechtigkeit”. Sie gründeten die “Initiative Oury Jalloh”. Unter dem Motto “Oury Jalloh, das war Mord!” organisierten sie zahlreiche Protestaktionen in Dessau und anderen Städten. Die zentrale Figur der Protestaktionen:
Mouctar Bah, ein Freund von Oury Jalloh und ehemaliger Betreiber eines Internet-Cafés in der Dessauer Innenstadt. Schon 2006 entzog man ihm hierfür die Lizenz mit der Begründung, er sei nicht offensiv genug gegen Drogenverkäufe in der Umgebung seines Geschäfts vorgegangen. Seitdem arbeitet er als Angestellter in dem Internetcafé.

Doch auch dies soll ihm nun verboten werden: Wegen angeblicher Beschwerden von Nachbarn über Lärm und Schmutz seiner Kunden und weil er “entgegen seiner Auflagen” eine “leitende” Funktion in dem Café gehabt haben soll, soll er nun überhaupt nicht mehr dort arbeiten dürfen.

Mit einer Kampagne versucht sich das Land Sachsen-Anhalt als “aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit” darzustellen. Aber als ein Asyl- bewerber unter ungeklärten Umständen qualvoll im Dessauer Polizeigewahrsam verbrannte, musste erst ein Freund des Flüchtlings, selbst ein Afrikaner, den Fall an die Öffentlichkeit bringen. Erst dann kam die Justiz so unter Druck, dass der Fall untersuchen.

Dafür rächen sich nun die Behörden der Stadt. Mit fadenscheinigen und rassistischen Begründungen wird ihm verboten, weiter in seinem Internet-Café zu arbeiten. Wegen seines Engagements gegen Polizeigewalt zerstört der Staat die Existenzgrundlage des Aktivisten.

Wir rufen auf zur Unterstützung von Mouctar Bah!

Botschaftsvorführung nicht in Berlin, sondern in Halberstadt

mr. zores Mittwoch, 9. Januar 2008 in Abschiebeanhörung, Abschiebung

Wie wir mittlerweile herausgekriegt haben, wird die Botschaftsvorführung Nigeria nächste Woche wohl nicht in Berlin, sondern vielmehr in Halberstadt stattfinden:

Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZAST)
Friedrich Liszt Straße 1a
38820 Halberstadt
tel.: 03941-6640